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Strasse der Megalithkultur

Die Stationen

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October 28 and 29, 2013

Station 13  “Der steinerne Schlüssel”
Das im Volksmund “Der steinerne Schlüssel” genannte Großstein (Megalith) Grab wurde in der Jungsteinzeit (3500-1800 vor Christus) aus mächtigen Findlingsblöcken errichtet.die Eiszeitgletscher vor mehr 100.000 Jahren aus dem Norden herangeschafft hatten. Der weitgehend erhaltene Grabbau besaß ursprünglich drei Decksteine, von denen der mittlere fehlt. Die Wände der Grabkammer, die Innenmaße von etwas 5x2 4 Meter besitzt, bestehen aus drei Tragsteinen auf der nördlichen und südlichen Langsseite sowie jeweils einem Abschlußstein im Westen und Osten. Zwei an der südlichen Langsseite liegende Steine könnten Reste eines kurzen Ganges sein, durch den man den Innenraum des ehemals mit Erde überdeckten Ganggrabes betreten konnte. Die zeitliche Einordnung der meist durch menschliche Eingriffe (Nachbestattungen, Grabraub, Gewinnung von Baumaterial) nachträglich gestörten Ganggräber erfolgt überwiegend mit Hilfe der keramischen Grabbeigaben. Aufgrund typischer verzierter und unverzierter Gefäße mit trichterförmigem Hals gehören die Grabanlagen in einen jüngeren Abschnitt der Jungsteinzeit, in die Trichterbecherkultur. Die Großsteingräber wurden von Ackerbauern und Viehzüchtern etwa zwischen 2300 und 2000 vor Christus zur Aufnahme verstorbener Familien- oder Sippenmitglieder errichtet. Sie liegen häufig auf erhöhten Geländepunkten und an alten Handelswegen und bezeugen durch ihren sorgfältigen Aufbau die hohen technischen und organisatorischen Fähigkeiten ihrer Erbauer.
Station 13 "The stone key"
In the Neolithic period (3500-1800 BC), the great stone (megalith) tomb, called the "Stone Key", was erected from mighty blocks of emerald stone which had been brought from the north more than 100,000 years ago. The largely preserved tomb structure originally had three deck-stones, the middle one of which was missing. The walls of the burial chamber, which has an internal dimensions of 5x2 4 meters, consist of three supporting stones on the north and south side, as well as a border stone in the west and east. Two stones on the southern long side could be remnants of a short aisle, through which one could enter the interior of the formerly buried earth grave. The temporal classification of the grave diggers, which are mostly disturbed by human interventions (post-burials, graubly subsoil, mining of building materials), is carried out mainly with the aid of the ceramic grave elements. Due to typical decorated and untried vessels with a funnel-shaped neck, the grave stones belong to a younger section of the Neolithic period, into the funnel-beaker culture. The large-scale harvesters were built by farmers and livestock breeders between about 2300 and 2000 BC for the reception of deceased family or clan members. They often lie on elevated terrains and on old trade routes, and their careful construction demonstrates the high technical and organizational abilities of their builders.

D 224

Steinkreis Werpeloh, 2002 erstellt. Ausgangspunkt dieser Anlage ist der zentrale Altarstein der bei Bodenarbeiten zu Tage geführt worden ist. Nachfolgende Forschungen haben ergeben, dass dieser Stein in der Megalithkultur eine besondere Bedeutung gehabt haben muss. Sogenannte Fernvisierlinien lassen auf eine Verbindung zu vielen Steingräbern der näheren Umgebung schließen. Zudem lässt sich eine Beziehung zu den Steingräbern rund um Werpeloh aufzeigen (Halbkreisbildung). Auch die Form und die Oberflächengestaltung des Steines deuten auf eine frühere Funktion als Altar- und Opferstein hin. Um diesen Stein herum wurden dann Findlinge, die alle aus der näheren Umgebung stammen, zu einem Steinkreis aufgestellt.
Steinkreis Werpeloh, 2002 created. The starting point of this plant is the central altar stone which has been found in soil work. Subsequent research has shown that this stone has had a special significance in the megalithic culture. So-called remote viewing lines suggest a connection to many Steingräber in the closer environment. In addition, a relationship with the Steingräber around Werpeloh can be shown (Halbkreisbildung). The shape and surface structure of the stone also indicate an earlier function as an altar and sacrificial stone. Around this stone, boulders, all of which came from the surrounding area, were raised to a stone's throw.

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Steingrab an Ipeken - Tannenwald     Steingrab at Ipeken - Tannenwald

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Großsteingrab Im Ipeken - Gross Berssen   Great Barrow In Ipeken - Grossberssen

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Auf einer Strecke von mind. 1 km Länge reihen sich hier an der Straße zwischen Gross Berssen und Hueven neun Großsteingräber aneinander. Sieben davon liegen im Naturschutzgebiet
und zwar nördlich der Strasse das bekannte sogenannte Königsgrab und ein in seinem ursprünglichen Zustand rekonstruiertes Grab, südlich davon die übrigen fünf.
On a stretch of at least 1 km in length, there are nine large stone drivers on the road between Grossberssen and Hueven. Seven of them are in the nature reserve
north of the street, the well-known so-called "Königsgrab" and a tomb reconstructed in its original state, and the remaining five in the south.

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Wiederhergestelltes Großsteingrab in Groß Berßen - In einer mehrmonatigen archäologischen Ausgrabung wurde dieses Großsteingrab 1955 erforscht. Es zeigte sich, daß die 9,5 Meter lange Grabkammer aus 5 Eck- und insgesamt 14 Tragsteinen aufgebaut und über einen kurzen Gang in der Mitt der südlichen Längswand zugänglich war. Den Eingang markierte ein Schwellenstein. Der Boden der Grabkammer bestand aus einem Pflaster von kleinen Findlingen, darüber lag eine Schicht Granitgrus. In den Zwischenräumen zwischen den Tragsteinen hatten sich Reste eines Trockenmauerwerkes erhalten. Obwohl die Grabkammer recht gut erhalten war, zeigten sich noch Spuren von Sprengversuchen wahrscheinlich des 18. Jahrhunderts am deutlichsten am Deckstein über dem Eingang. Er wies 2 Reihen von Sprenglöchern auf und war in 2 Stücke zerborsten. Schon 1825 wurde das Großsteingrab erstmals beschrieben. Damals lag es in einem Wehsandhügel verborgen; nur 3 Decksteine waren sichtbar. Aus jüngeren Beschreibungen geht hervor, daß die Grabkammer mehr und mehr freigeweht wurde. 1925 konnten insgesamt 28 Steine in einem 2-4 meter hohen, 24 meter langen und 20 meter breiten Hügel gezählt werden. Aber nicht nur die Steine wurden freigeweht, sondern immer wieder viele Scherben und Steingeräte. Bei der Ausgrabung, 1955 fanden sich dann Scherben von ungefähr 330 Tongefäßen, 22 Pfeilspitzen aus Feuerstein, weitere Steinwerkzeuge sowie eine flache Kupferscheibe . Die Gefäße gehören alle der sogenannten Trichterbecherkultur der Jungsteinzeit an. 1956 wurde die Grabkammer an ort und Stelle wieder aufgerichtet. Nebenstehende Abbildung zeigt diese Wiederherstellungsarbeiten, die sich zweier Dreiböcke mit Winden und Kettenzügen als Hilfsmittel bedienten. Der in 2 Stücke gesprengte Deckstein über dem Eingang, der 6 Tonnen wiegt, wurde mit Eisenklammern zusammengehalten. Nach der Wiederaufrichtung der Kammer und der Schließung der Lücken zwischen den Steinen mit Trockenmauerwerk wurde schließlich ein Erdhügel über der Kammer aufgeworfen und mit Gras und Heidesoden belegt. Damit vermittelt diese Grabkammer einen Eindruck vom ursprünglichen Aussehen der emsländischen Großsteingräber, die allesamt nur als Ruinen die Jahrtausende überdauerten.
Restored Great Steeple in Great Bust - In a multi-month archaeological excavation, this Great Steingrab was explored in 1955. It was shown that the 9.5-meter-long tomb chamber was constructed of 5 corner and 14 supporting stones and was accessible by a short passage in the middle of the southern longitudinal wall. The entrance marked a threshold stone. The floor of the burial chamber consisted of a pavement of small boulders, above it lay a layer of granite. Remains of a dry wall had been preserved in the interstices between the supporting stones. Although the burial chamber was preserved very well, traces of explosive tests were most evident in the 18th century on the deck above the entrance. He had 2 rows of barnacles and was burst into 2 pieces. As early as 1825 the Großsteingrab was first described. At that time it lay hidden in a sands of woes; only 3 deckers were visible. From more recent descriptions it is clear that the burial chamber was freed more and more. In 1925 a total of 28 stones were counted in a 2-4 meter high, 24 meter long and 20 meter wide hill. But not only the stones were freed, but many broken pieces and stoneware. At the excavation in 1955, there were found shards of about 330 clay vessels, 22 arrow tips from fire stone, further stone tools and a flat copper disc. The vessels are all of the so-called funnel-beaker culture of the Neolithic period. In 1956, the burial chamber was erected on the spot. The illustration below shows these reconstruction works, which were used as two aids with winches and chain hoists. The deckstone, sprung in two pieces, above the entrance, which weighs six tons, was held together with iron clasps. After the reconstruction of the chamber and the closing of the gaps between the stones and the dry wall, a mound of earth was raised above the chamber and covered with grass and heathen. This grave chamber gives an impression of the original appearance of the great Emslanders who survived the millennium only as ruins.

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Das Königsgrab in Große Berßen - Wohl eines der bekanntesten Großsteingräber des Hümmlings ist das Königsgrab Groß Berßen. Leider fehlen Überlieferungen im Volksglauben, die Rückschlüsse auf diesen Namen geben könnten. Es ist bekannt, daß die Volkssage häufig angebliche historische Begebenheiten mit Großsteingraben verknüpft hat. Als bekanntestes Beispiel sei das Surwoldsgrab genannt. In ihm soll ein fiktiver Friesenkönig “Surwold” seine letzte Ruhe gefunden haben, nachdem er als Verbündeter des Sachsenherzogs Wittekind im Kampf gegen die Franken zur Zeit der Christianisierung gefallen war. Aber auch zahllose andere Überlieferungen die Großsteingräber mit “Königen” in Verbindung bringen, sind bekannt. Vielleicht war es beim “Königsgrab” eine solche “Königssage”, die dem Grab seinen Namen gab? Jedenfalls gibt es für die Namensgebung keinen historischen Hintergrund. Vielleicht war der Name aber auch nur im übertragenen Sinn Ausdruck des Erstaunens und der Bewunderung für dieses monumentale Bauwerk! Erstaunen und Verwunderung.
The King's Grave in Great Berries - Probably one of the most famous large-breeders of the Hümmlings is the Königsgrab Großbüren. Sadly, there is a lack of belief in the folk beliefs that could give conclusions on these names. It is well known that the popular public has often linked alleged historical events with the Great Caves. The best known example is the Surwoldsgrab. In him, a fictitious Friesenkönig "Surwold" was supposed to have found his last rest after he had fallen as an ally of the Saxon duke Wittekind in the struggle against the Franks at the time of Christianization. But also countless other traditions that connect the big-carriages with "kings" are well-known. Perhaps the "king's grave" was such a "king's day," which gave the grave its name? In any case, there is no historical background for naming. Perhaps the name, however, was only an expression of the astonishment and admiration of this monumental building! Astonishment and wonder.

D 235

Großsteingrab in Lähden - Dicht an der Hüvener Straße zwischen Lähden und Hüven befinden sich in einem kleinen Waldstück die Reste eines ursprünglich bedeutenden Großsteingrabes, eines 4000 Jahre alten Denkmals aus der Jungsteinzeit. Auf einer Fläche von 25 m Länge und 7 m Breite liegen heute verstreut Trag- und Decksteine der Grabkammer sowie Findlinge von offenbar zwei ovalen Steinkränzen, die die Kammer in engem Bogen umgeben hatten. Die west-ost orientierte Kammer war 25 m lang. Sie bestand aus 15 sogenannten “Jochen”. Mit “Joch” bezeichnet man ein Bauelement aus je zwei gegenüberliegenden, in den Boden eingetieften Tragsteinen, über die ein großer Deckstein gelegt worden war. Durch die Aneinanderreihung solcher Joche entstanden lange Kammern, die an den Schmalseiten mit je einem Stein abgeschlossen wurden. Von den 15 Decksteinen in Lähden kann man heute lediglich noch 10 zählen, von denen aber sechs nicht mehr an ihrem angestammten Platz liegen. Auch von den beiden ovalen Steinkränzen sind längst nicht alle Steine erhalten geblieben; auf der Südseite fehlen sie fast gänzlich. Verschwunden sind auch die Steine des kleinen Ganges, durch den man in der Mitte der Südseite dei Grabkammer betreten konnte. Schon im 18. besonders aber im 19. Jahrhundert sprengte man die großen Findlinge, um die Steine bei größeren Bauvorhaben, z.B. dem Straßenbau, zu verbauen. Deshalb sind uns die Großsteingräber als Ruinen überliefert. Aber auch die seit der Erbauung vergangenen Jahrhunderte und Jahrtausende haben zu der Zerstörung beigetragen. Es fehlt z.B. der Erdhügel, der die Steinkammer bedeckt hatte. Auch die Steine, die zwischen den Findlingen aufgeschichtet worden waren, um die Kammer zu schließen, sind nicht mehr vorhanden. Trotz aller Zerstörungen zeigt das Großsteingrab in Lähden aber deutlich die charakteristischen Merkmale der sogenannten emsländischen Kammern, der für unser Gebiet typischen Ausprägung von Großsteingräbern. Dabei ist die Verdoppelung des üblicherweise einfachen ovalen Steinkranzes eine Besonderheit, die außer hier nur am Großsteingrab in Thuine zu beobachten ist. Es waren seßhafte Ackerbauern und Viehzüchter, die in einem jüngeren Abschnitt der Jungsteinzeit ca. zwischen 2300 und 1800 vor Christi Geburt, diese Großsteingräber erbauten. Die Bewältigung dieses technischen Problems in der damaligen Zeit war eine großartige Leistung, die auch heute noch unsere Anerkennung und unseren Respekt fordert. Auch die handwerklichen Fertigkeiten der damaligen Menschen, z.B. bei der Keramikherstellung, sind bewundernswert. Die Keramik dieser Zeit, die nach einer charakteristischen Gefäßform Trichterbecherkeramik genannt wird, ist sehr qualitätsvoll gearbeitet. Die Gefäße wurden aufgewulstet. Ohne Töpferscheibe bzw. lediglich auf einem drehbaren Untersatz stellten die jungsteinzeitlichen Töpfer dünnwändige, gleichmäßig geformte Gefäße her, die sie vor dem Brennen sehr schön verzierten. Dazu wurden mit verschieden geformten Geräten geometrische Muster-Winkel, Dreiecke, Zickzacklinien, hängende Fransen und umlaufende Linien in den Ton eingestochen. Das Brennen der Keramik geschah in einem in den Boden eingetieften Brennofen mit halbrunder Lehmkuppe. Durch Öffnen und Schließen von Luftlöchern konnte im Ofeninneren die Sauerstoffzufuhr reguliert werden. Einen Blick in den aufgeschnittenen Brennofen ermöglicht die Abbildung. Nach dem Brennen wurden die vorher eingestochenen Verzierungen der Keramik mit einer weißen Masse ausgefüllt. So wirkten die hellen Muster auf dem dunklen Tonhintergrund besonders schön. Heute stehen die Großsteingräber als Zeugnisse einer 4000 Jahre alten Monumentalarchitektur unter Denkmalschutz.
Großsteingrab in Lähden - Situated on the Hüvenerstraße between Lähden and Hüven, the remains of an originally important large stone bridge, a 4000-year-old monument dating from the Neolithic period. On an area of ​​25 m in length and 7 m in width, the excavation chamber and the boulders of apparently two oval boulders, which had surrounded the chamber in a narrow arc, are scattered today. The west-east oriented chamber was 25 m long. It consisted of 15 so-called "yokes". By "yoke" is meant a structural element each of two opposite supporting stones, which have been sunk into the ground and over which a large cover stone had been laid. By the juxtaposition of such yokes, long chambers were formed, which were closed with a stone on the narrow sides. Of the 15 deckhouses in Lähden, only 10 can be counted today, six of which are no longer in their place. Of the two oval stones, too, not all stones have been preserved; on the south side they are almost entirely absent. Also disappeared are the stones of the small passage through which one could enter the grave chamber in the middle of the south side. As early as the 18th century, especially in the 19th century, the large boulders were exploded in order to remove the stones from larger building projects, e.g. road construction. That is why the Great Stingers are left to us as ruins. But also the centuries and thousands of years that have passed since the edification have contributed to the destruction. For example, the mound of earth, which had covered the stone-pit. The stones, which had been piled up between the boulders to close the chamber, were no longer present. In spite of all the destructions, the Großsteingrab in Lähden clearly shows the characteristic features of the so-called Emsland chambers, which is typical of our region. The doubling of the usually simple oval corpse is a special feature, which can only be observed here at the Great Steingrab in Thuine. They were settlers and cattle-breeders, who built these great-grandchildren in a more recent section of the Neolithic period between about 2300 and 1800 BC. Overcoming this technical problem at that time was a great achievement that still requires our recognition and respect. The craftsmanship of the people of that time, e.g. in ceramic production, are admirable. The ceramics of this period, which is called funnel-cup ceramic according to a characteristic vessel shape, is very high-quality. The vessels were bulging. Without pottery disc, or only on a rotating saucer, the Neolithic potters produced thin, uniformly shaped vessels, which they decorated beautifully before burning. Geometrical pattern angles, triangles, zigzag lines, hanging fringes and surrounding lines were inserted into the tone using differently shaped devices. The ceramics were fired in a kiln with a half-clay clay dome embedded in the soil. By opening and closing air holes, the oxygen supply could be regulated in the furnace interior. A glimpse into the sliced ​​kiln is the image. After the firing, the previously engraved decorations of the ceramic were filled with a white mass. So the bright patterns on the dark tone background looked particularly beautiful. Nowadays, the Great Barrows stand as a monument to a 4000-year-old monumental architecture.

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Gemeinde Lahn
Die sterblichen Überreste der auf dem Scheiterhaufen verbrannten Toten wurden meistens in ein Tongefäß, die Urne, gesammelt und diese dann in der Erde beigesetzt. Manchmal übergab man die Knochenreste aber auch ohne Urne der Erde. Dies konnte hier in Lahn in zwei Fällen nachgewiesen werden. Eine der ausgegrabenen Urnen stand auf einer Steinunterlage. Um eine andere Urne hatte man in 2 Meter Abstand einen sogenannten Kreisgraben ausgehoben. Von einem Grabhügel, dessen Hügelfuß er einst umschlossen haben könnte, war allerdings keine Spur nachweisbar. Kaum eine der Urnen konnte unversehrt geborgen werden, der Dampfflug hatte die meisten Gefäße auseinandergerissen, die Scherben zerstreut und manchmal überhaupt nur geringe Reste davon übriggelassen. Bei einer der 1989 geborgenen Urnen handelt es sich um ein großes, wenig gegliedertes Gefäß, dessen Wandung mit Tonschlick beworfen und dadurch gerauht ist und die Gefäßschulter ist sorgfältig geglättet. Üblicherweise hat man in dieser Zeit dem Verstorbenen keine Beigaben mit in das Grab gegeben. So fanden sich auch hier in Lahn von drei Ausnahmen abgesehen - keine Beigaben, in einer der Urnen lag zwischen den Knochenresten ein kleiner Tonring. Eine andere Urne enthielt außer Knochenresten auch ein kleines Beigefäß. In einer dritten Urne wiesen geschmolzene Bronzereste darauf hin, daß ein Bronzegegenstand auf dem Scheiterhaufen mit verbrannt worden war. Die Anlage von jungsteinzeitlichen und eisenzeitlichen Grabanlagen am gleichen Ort bedeutet nicht, daß hier eine Besiedlungskontinuität bestanden hätte. Zwischen den beiden Belegungsphasen, klafft eine zeitliche Lücke von rund 1500 Jahren!
Community of Lahn
The mortal remains of the dead burned on the pyre were mostly collected in a clay pot, the urn, and then buried in the earth. Sometimes, however, the bone remnants were delivered without the urn of the earth. This could be demonstrated here in Lahn in two cases. One of the excavated urns stood on a stone foundation. A so-called "Kreisgraben" had been raised at a distance of two meters from another urn. But no trace could be found of a burial mound, of which the foot of the hill might once have been enclosed. Scarcely any of the urns could be recovered uninjured, the steam had ripped apart most of the vessels, scattered the shards, and sometimes left only small remnants of them. One of the urns, which had been saved in 1989, is a large, little articulated vessel, the wall of which is thrown with clay slough, and is thereby roughened, and the vessel's shoulder is carefully smoothed. In this time, it was not customary to give the deceased a piece of furniture in the grave. So here, too, there were no exceptions in Lahn, with three exceptions: one of the urns contained a small clay ring between the bone remnants. Another urn contained, besides bone remnants, a small addition. In a third urn, molten bronze fires showed that a bronze object had been burned on the pyre. The installation of the Neolithic and glacial grave sites at the same place does not mean that a continuity of settlement had existed here. Between the two occupancy phases, there is a gap of about 1500 years!

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Grabhügelfeld Mansenberge
Das Gräberfeld ist mit eines der größten im Emsland. Wahrscheinlich hat hier eine Bevölkerung der älteren Bronzezeit (ca. 1600-1200 vor Christus) ihre Toten bestattet. Das Gräberfeld wurde von vielen Generationen benutzt (1 Generationsdauer wird mit ca. 33 Jahren angesetzt). Unter jedem Hügel liegt eine Zentralbestattung (Körpergrab oder Brandgrab). Die Knochen sind in dem kalkarmen Boden abber meist nicht mehr erhalten. Die Hügel hat man aus Plaggen oder Sand errichtet und mit Steinen am Rand (sogenannten Steinkränzen) befestigt; es finden sich aber auch Steinsetzungen im Hügelinneren. Die Menschen der älteren Bronzezeit waren die ersten in Nordwestdeutschland, die die Bronze verwendeten. Diese wurde wohl durch Wanderhandwerker ins Land gebracht und später über weite Strecken verhandelt. Verhüttungsplätze für Bronze sind von hier nicht bekannt. Die Menschen fertigten Dolche und Beile, Pfeilspitzen und Lanzenspitzen sowie Schmuckgegenstände aus dem neuen Material an. Über die Lebensweise der Menschen zur älteren Bronzezeit ist wenig bekannt, weil ihre Siedlungen noch ungenügend erforscht sind. Seit dem Ende der Jungsteinzeit (Neolithikum) bzw. dem Beginn der Bronzezeit wurde der Hakenpflug benutzt, wenn auch zuerst nur zum rituellen Pflügen. Man baute u.a. Emmer und Hirse an, doch die Viehhaltung war dominierend. Das Klima war etwas feuchter und die Vegetation dichter als heute.
Grave Hill Mansen Mountains
The burial ground is one of the largest in the Emsland. Probably a population of the older Bronze Age (about 1600-1200 BC) buried their dead here. The burial field was used by many generations (1 generation duration is assumed to be about 33 years). Under each hill there is a central burial (body grave or fire grave). The bones are usually no longer preserved in the low-soil soil. The hills are made of plagues or sand, and are fixed with stones on the edge (so-called "rockets"); but there are also rocks in the middle of the hill. The people of the older Bronze Age were the first in northwest Germany to use the bronze. This was probably brought into the country by tradespeople and later negotiated over long distances. Smelting sites for bronze are not known from here. People made daggers and axles, arrowheads and spearheads as well as jewelery from the new material. Little is known about the way people live in the older Bronze Age, because their settlements are still insufficiently explored. Since the end of the Neolithic period and the beginning of the Bronze Age, the Hook Plane has been used, although only for ritual plowing. One built ao. Emmer and millet, but the livestock was dominant. The climate was slightly damper and the vegetation more dense than today.

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